Zementersatz cyment erhält Zulassung in Österreich - "Meilenstein für klimafreundliches Bauen"

07 Jänner 2026 | cyment Austria GmbH

Die cyment Austria GmbH erhält die erste Bautechnische Zulassung (BTZ) in Österreich für ihr Produkt cyment L 100. Der Zementersatzstoff überzeugt mit deutlich reduziertem CO₂-Ausstoß bei technischer Performance und Beständigkeit.

Beim Einsatz von cyment in der Betonherstellung wird ein Teil des klimaschädlichen Zementklinkers durch eine spezielle Mischung nachhaltiger Materialien ersetzt. Im Endprodukt Beton lassen sich dadurch bis zu 50 Prozent der CO2-Emissionen einsparen.

Der CO₂-Ausstoß bei der Herstellung von cyment beträgt lediglich 26,2 kg CO₂-Äquivalent pro Tonne. Der Wert bedeutet eine Reduktion von mehr als 95 Prozent gegenüber traditionellem Zement.

Die Zementproduktion ist immer noch einer der Hauptverursacher der industriellen CO₂-Emissionen und der damit verbundenen Klimabelastung. Mit cyment steht nun ein klimafreundliches Ersatzprodukt für Zement auch in Österreich zur Verfügung.

Leistungsfähigkeit von cyment umfassend geprüft

Der erfolgreichen Erteilung der ersten Bautechnischen Zulassung (BTZ) für den nachhaltigen Typ II Betonzusatzstoff cyment L100 A durch das Österreichische Institut für Bautechnik (OIB) gingen umfangreiche Überprüfungen voraus, die die technische Leistungsfähigkeit bestätigten.

„Diese Zulassung markiert einen wichtigen Meilenstein für unser Unternehmen, für die Dekarbonisierung der österreichischen Betonbranche und für klimafreundliches Bauen insgesamt“, sagt Reinhard Kandera, Geschäftsführer der cyment Austria GmbH mit Sitz in Ohlsdorf. „Wir freuen uns sehr über diesen Schritt und auf die weiteren, die folgen werden.“

Universelle Einsetzbarkeit und herausragende technische Performance

Die erteilte BTZ bestätigt die umfassende Anwendbarkeit von cyment L100 A für alle wesentlichen Beton-Expositionsklassen gemäß ÖNORM B 4710-1:

  • XC1-4 (Karbonatisierung)
  • XD1-3 (Chloridmigration zum Schutz der Stahlbewehrung)
  • XF1-4 (Frost- und Frost-Tausalzbeanspruchung)
  • XA1L, XA1T, XA2T (chemischer Angriff)
  • XW1-2 (Wasserbeanspruchung)


Besonders hervorzuheben ist die hohe chemische Beständigkeit des Materials, die den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen ermöglicht. Weitere bautechnische Zulassungen zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten von cyment wurden bereits beantragt.

Optimierte Effizienz durch k-Wert-Ansatz

Ein entscheidender Vorteil von cyment L100 A liegt in Nachhaltigkeit, technischer Performance und Wirtschaftlichkeit: Mit einem k-Wert von 0,8 gemäß BTZ ermöglicht der Zusatzstoff höhere Ersatzraten als übliche Typ II Betonzusatzstoffe in Österreich. Dies bedeutet, dass cyment L100 A effizienter auf den Zementgehalt angerechnet werden kann, was sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile für Betonhersteller bietet.

Bei einem Anteil von 15 Prozent am Gesamtbindemittelgehalt (in Kombination mit CEM II/B 42,5 oder höheren Festigkeitsklassen) werden bis zu 15 Prozent der cyment L100 A-Masse auf den anrechenbaren Bindemittelgehalt angerechnet – eine deutlich bessere Performance als bei herkömmlichen Zusatzstoffen.

Herstellung im modernsten Mahlwerk Europas

cyment L100 A wird im hochmodernen Produktionswerk in Mosonmagyaróvár (Ungarn) hergestellt. Das Werk verfügt über Europas modernste Mahltechnologie und sichert durch kontinuierliche Eigen- und Fremdüberwachung (TVFA TU Graz) gleichbleibend hohe Qualität.

Der Zusatzstoff besteht aus einem natürlichen Puzzolan und anderen klimafreundlichen Stoffen aus der Recycling- und Kreislaufwirtschaft, deren Zusammensetzung und Herkunft beim OIB hinterlegt sind und streng kontrolliert werden.

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Über cyment
cyment ist ein innovatives Unternehmen der ALAS Group und entwickelt nachhaltige Bindemitteltechnologien für die Betonherstellung. Mit Produktionsstandort in Mosonmagyaróvár (Ungarn) beliefert cyment bereits Betonhersteller in Ungarn, der Slowakei, Tschechien und expandiert derzeit nach Österreich. Die Mission: Die Dekarbonisierung der Betonindustrie durch technologisch führende, nachhaltige Lösungen.


Rückfragehinweis
Maximilian Waldstein
Communications Manager
cyment Austria GmbH
m.waldstein@cyment.at